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Vorwort zu meinen Berichten
Thema: Schießen
eines Jagdbogen auf 18 / 20m

Schießen eines
traditionellen Bogens
Um Mißverständnissen vorzubeugen und damit niemand sich zu bemühen braucht, mir mit seiner Version die (Bogen)-Welt erklären zu müssen, möchte ich folgendes vorwegnehmen:
Seit vor etwa 20.000 Jahren der Mensch gelernt hat Pfeil und Bogen zu handhaben, ist für ihn dieses Gerät in fast allen Kulturen unserer Geschichte bis heute zum Begleiter geworden.
Nicht nur die Nutzung des Bogens hat sich auf dem langen Weg vom ehemaligen Jagdwerkzeug und von einer Waffe hin zum heutigen Freizeit- und Sportgerät geändert. Durch Design, neue Werkstoffe und Herstellungsverfahren wurden daraus moderne Hochleistungsgeräte entwickelt. Natürlich gibt es daneben noch weiterhin eine Vielzahl von z.T. selbstgefertigten Replikaten aus natürlichen Materialien.
Auch die Art der Bedienung, also der Schußablauf, wird sich im Laufe der Jahrtausende geändert haben. Etabliert haben sich in der westlich orientierten Bogenwelt zwei Stilrichtungen – einmal das Schießen von Bogen mit und einmal von solchen ohne Visiereinrichtung. Beide zu bedienen bedarf es einer arteigenen Technik.
Bei der großen Vielfalt an Bogen, die es inzwischen gibt, und natürlich auch entsprechenden Stilen, läßt sich Bogenschießen sehr individuell betreiben. Hinzu kommt noch die persönliche Vorliebe, in welchem Umfang und in welcher Art das Bogenschießen ausgeübt wird.
Eine Unterteilung von Sportgeräten und Stilen wird z.B., ausgehend von den Richtlinien der FITA, dem IFAA, und den nachgeschalteten nationalen Bogensportverbänden, in deren WKO (Wettkampf Ordnung) vorgenommen. Spezielle Bogen wie z.B. der Kyudo oder der Reiterbogen haben ihre eigenen Regelwerke. Aber auch der Freizeitbereich hat seinen eigenen Slogan: „Just for Fun“ – oder so ähnlich.
Aber alle, die einen Bogen schießen wollen – ganz gleich ob einen technischen oder einen traditionellen – müssen dabei nach einem bestimmten Ablaufschema vorgehen: Der Bogen mit dem Pfeil muß irgendwie gespannt werden (mit Händen oder Füßen), dann muß er in eine Richtung oder auf ein Ziel ausgerichtet werden (bewußtes oder unbewußtes Zielen) und letztendlich muß losgelassen werden, damit der Pfeil fliegen kann. Mehr nicht.
Diese drei Grundelemente des Bogenschießens sind vielerseits diversifiziert worden. In bis zu 12 einzelne Schritte wird teilweise der Bewegungsablauf aufgeteilt. Die Lehrmeinungen und Ausbildungsvorschriften darüber umfassen Bände – wenn nicht noch mehr!
Obwohl das Schießen aller Bögen und über alle Stile hinweg ähnlich abläuft – von spezifischen Anpassungen an den jeweiligen Bogentyp einmal abgesehen – kann niemand mit seiner Erfahrung allein eine solche Diversität abdecken – soll heißen, keiner kann allen gerecht werden.
In meinen Berichten beschreibe ich Abläufe aus einem sehr kleinen Segment - Schießen eines traditionellen Jagdbogens auf der kurzen Strecke von 18 bzw. 20 m auf Ringauflagen, im Winter in der Halle, sonst natürlich im Freien. Und selbst da bleibt noch genügend Spielraum für persönliche Akzente.
Außerdem wird der Begriff "traditionell", im Zusammenhang mit dem Bogenschießen, vielfach unterschiedlichst interpretiert. Auch darüber, wie z.B. gezielt wird, gibt es Verfechter für die verschiedenen Methoden. Hier sollte jeder so schießen, wie er/sie/es für opportun hält. Die eine, oder gar die richtige Art, einen Bogen zu schießen, gibt es nicht. Jeder Stil hat seine Vor- und Nachteile. Und was für den einen der Königsweg ist, kann einem anderen überhaupt nicht zusagen.
Für viele Menschen ist Bogenschießen zudem lediglich Mittel zum Zweck, ein beliebtes Gerät zur Freizeitgestaltung, mehr nicht. Wie dabei der Bogen geschossen wird und wie die Pfeile treffen, ist sekundär. Hauptsache, es macht Spaß. Wer allerdings an Wettbewerben teilnehmen will, hat sein Equipment und seinen Stil dem jeweiligen Reglement des Veranstalters anzupassen. Das ist bei Sportveranstaltungen nicht anders als im Freizeitbereich.
Für mich bedeuten Erfahrungen aus dem täglich Umgang mit einem traditionellen Jagdbogen zu sammeln, tiefere Einblicke in die Materie zu bekommen, als es über das reine Bogenschießen allein je möglich wäre. Sie stellen aber keine der etablierten Lehrmeinungen infrage und erst recht nicht die persönlichen Erfahrungen einzelner Bogensportler.
Eventuell läßt sich mit meinen Erkenntnissen hier und da einiges ergänzen oder es trägt dazu bei, Zweifel zu beseitigen. Wer mehr darüber zu erfahren wünscht, kann sich meine Berichte gerne ansehen, und wer nicht, => bitte weiterklicken.
Diskussionsbeiträge zum Thema sind immer willkommen. Meine Erfahrungen leben auch im Vergleich mit denen andere Bogner. Diese Beiträge sollten sich aber in einer kritisch vertretbaren Form bewegen. Manchmal lassen diese allerdings die Vermutung auf ein besonders nachhaltig verfestigtes Halbwissen des Verfassers aufkommen. Solche Postings werden von mir nicht weiter behandelt.
Es ist zu hoffen, dass meine Arbeiten helfen, auch außerhalb offener Bogenblogs und Forenlandschaften, die jeweiligen Abläufe beim Umgang mit einem traditionellen Bogen - über die Probleme eines Archery-Users - besser kennen zu lernen, und somit vielleicht auch besser nach volziehen zu können.
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Abstract
Vorwort
Ein traditioneller Bogen läßt sich individuell schießen. Vielfältig sind daher auch die z.T kontoversen Ansichten über den Schießstil.
Kein Bogner wird den Königsweg kennen. Es wird aber immer wieder Möglichkeiten geben, sich zu verbessern.
In Berichten gebe ich meine Erfahrungen zu diesem Thema wieder.

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