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DM DBSV Bogen ohne Visier 2010
SV Blau-Weiß Oberbauerschaft 28./29. August

Die Sieger der DM BoV 2010
Am letzten Wochenende im August wurde vom SV Blau-Weiß Oberbauerschaft 1920/93 e.V. die Gesamtdeutsche Meisterschaft für Bögen ohne Visier ausgerichtet. Von den 118 Nominierten haben sich 110 auf den Weg gemacht, an zwei Tagen den Meister der Gruppe in dieser ihrer Disziplin und Altersklasse mit insgesamt viermal 36 Pfeilen auf vier unterschiedlichen Distanzen, zu ermitteln. Am Samstag waren die 50 und die 40m, und am Sonntag die 30 und 20m Entfernungen auszutragen.
Diese Spezial-FITA-Runde im Freien ohne Finale wurde vom DBSV 2004 für alle Klassen von U12 bis Ü65 im Stil Blank-, Lang-, Jagd- und Primitivbogen sowie Compound blank eröffnet. Sie findet großen Anklang bei den Traditionellen, die, ausser den Parcuors-Wettbewerb 3-D, der Feld- und Waldrunde, auch sportliches Schießen auf Ringauflagen, betreiben wollen.
Unter der Regie des 1. VS, Jürgen Kuhlmann, hat die Bogengruppe der Blau-Weißen aus Oberbauerschaft die Turnierfläche ihres Übungsplatzes mit 30 Scheiben WKO-gemäß bestückt. Der im Ostwestfälischen starke Dauerregen der letzten Tage, z.T. fielen in dieser Gegend in 48 Stunde mehr als 150l/qm, hatte tags zuvor das Herrichten des Turfplatzes den Mannen und Frauen des Clubs Schwerstarbeit abverlangt. Für die Zufriedenheit der Bogensportler aus ganz Deutschland nehmen sich aber alle Aktiven dieses Vereins gerne in die Pflicht.
In dieser Disziplin gehe ich persönlich nicht an den Start. Über diese Entfernungen kann ich mit meinem traditionellen Jagdbogen, WA mit 18 lbs. Zuggewicht, nicht mithalten. Wenigstens als Zuschauer wollte ich aber dabei sein, um einmal gute alte Bekannte aus den FITA Hallen-Wettbewerben zu treffen, zum andern um einen solchen Wettbewerb hautnah erleben zu können.
Mit berechtigten Bedenken, was die Wettervorhersage anbetraf, trat ich am Samstag die Fahrt zum Bogenplatz „Katzenbusch“ an. Er liegt auf der Südseite unterhalb des Wiehengebirgsrückens in einer sich weithin öffnenden großen Senke, grob gesagt in einem Bereich zwischen Bad Oeynhausen und Lübbecke, etwa 20km entfernt vom Weserdurchbruch, auch bekannt als „Porta Westfalica“.
Die herzliche Begrüßung der Bogensportler/innen durch den Clubvorsitzenden Jürgen Kuhlmann und Stefan Krenski, Organisationsleiter Sport des DBSV1959, erfolgte bei strahlendem Sonnenschein. Auch die ersten Pfeile, konnten noch im Trockenen abgegeben werden. Aber dann zog plötzlich ein starker Wind auf, der aus tiefhängendem Grau ergiebig Naß über die Bogner/innen gepeitscht hat.
Zum Teil drohten die Schutzzelte und Überdachungen abzuheben. Das Aufschreiben der Ringzahlen wurde zu einer Art „Wasserkunst“. Auch die nassen Pfeile ließen sich nicht besonders gut ziehen. Das nachträgliche Einpacken in die Regenbekleidung brachte den Akteuren zwar etwas Schutz für die nächsten Passen. Die nassen Sachen darunter klebten aber unangenehm am Körper.
Irgendwie taten sie mir schon leid, die Jünger Archerys; aber sie haben es mit Fassung getragen. Richtig bedauert habe ich hingegen die mitgereisten Lieben der Bogner/innen. Sie mußten, um Schlimmeres zu verhindern, die sturmgebeutelten Zelte festhalten. Um die teilweise unter dem Gestänge der Schutzdächer aufgehangenen Bögen wäre es auch zu schade gewesen, wenn sie über den Platz geweht wären.
Nach der Pause, zum Wechsel auf die 40m-Distanz, hatte sich das Wetter aber wieder beruhigt. Dieser Durchgang konnte wenigstens trocken zu Ende gebracht werden.
Für die mit Wohnmobilen Angereisten konnten für die Übernachtung Stellplätze auf einem Campingplatz angeboten werden. Wer aber Glück hatte, ist auf dem wenige Meter vom Bogenplatz entfernt liegenden Bauernhof Oevermann untergekommen. Die meisten Teilnehmer waren aber in den umliegenden Hotels und Pensionen untergebracht.
Der Sonntag fing, gegen alle Wetterprognosen, recht durchwachsen, ja schon fast (klimatisch) freundlich an. Fast alle Akteure hatten sich auch gut gelaunt wieder eingefunden bis auf zwei, die krankheitsbedingt leider nicht mehr mitschießen konnten. Eine Bognerin mußte den Wettbewerb nach Abschluß der 30m-Distanz abbrechen. Über die beiden ersten, die längeren Distanzen, werden pro Passen sechs Pfeile, über die beiden kurzen, je drei Pfeile geschossen. Somit ist pro Tag, mit dem Schießen der 72 Pfeile, Laufen und Schreiben insgesamt etwa vier Stunden Action angesagt.
In der Pause stellte an beiden Tagen der Club hausgebackene Kuchen und Torten, sowie belegte Brötchen bereit. An einem Versorgungsfahrzeug fanden Pommes-Mayo und leckere Steaks und Bratwürstchen dankend Abnehmer. Damit ließ sich auch am Sonntag die Zeit bis zur Siegerehrung, die pünktlich um 15:30 Uhr begann, gut überbrücken.
Sieger über 13 Einzeltitel konnte Jürgen Kuhlmann zur Ehrung aufrufen. Um den Titel des Mannschaftsmeisters bewarben sich 9 Teams. Stefan Krenski verteilte Urkunden für Platz 1 bis 6. (soweit Teilnehmer in der Klasse angetreten waren). Bei der Übergabe der Gold- Silber- und Bronzemedaillen an die Meister wurden die beiden von den Herren Wilhelm Henke, Bürgermeister der Gemeinde Hüllhorst, MdL Friedhelm Ortgies und Ratsmitglied Günter Obermeier unterstützt. Sie sprachen den zu Ehrenden ihre persönlichen Glückwünsche zu ihren anerkennenswerten sportlichen Leistungen aus.
Zu den Ergebnissen (Auszug)
Stil Blankbogen
Die Favoriten der drei U-Gruppen (U12, U14, U17) konnten ihren Vorjahres-Meistertitel nicht verteidigen.
Reif, Mathias U12 – BSV Eversael (letztes Jahr EM Duisburg), sowie
Haaß Philipp U14 – BC Meinhard, wurden immerhin jeweils 2. In ihrer Klasse.
Breuer Marvin U17 – BW Oberbauerschaft, landete diesmal im Mittelfeld. Sein in diese Klasse aufgerückter Vereinskamerad Tristan Tödtmann zog an ihm vorbei und holte mit dem 3. Platz noch eine Medaille.
Bei den Damen in diesem Stil mußte sich die Vorjahressiegerin
Maren Chudasch, SV Gundelfingen, (vergangenes Jahr Ü40-Startenin), mit dem 3. Platz zufrieden geben, während Doris Reif, BSV Eversael, die Goldmedaille entgegen nehmen konnte.
Auch bei den Herren mußte Raimund Schmitt, BBC Niedernberg, mit dem 2. Platz seinem Mitstreiter Dirk Leweringhaus, BSC Sprockhövel, die Goldmedaille überlassen.
In der Klasse Ü45 tauschten die beiden Vorjahres-1. und -2. Die Plätze. Diesmal stand Peter Karpa, vom ausrichtenden Club, mit 1235 Ringen auf dem Treppchen ganz oben, während sich Heiko Poppe mit beachtlichen 1208 Ringen mit der Silbermedaille begnügen mußte.
Bei den Ü55 gewann Volkmar Kloos vom Freizeitclub Miltenberg, und in der Klasse Ü65 Siegfried Raindl vom BSV Kevelaer, den Meistertitel der Blankbogner.
Stil Langbogen:
Klasse Damen und Herren:
1. Heurich, Gunnar, Altenburg SV
2. Kemter, Michael, BF Baden
3. Roewer, Mario, Chemnitz-Rabenstein BSC
Klasse Herren Ü55:
1. Lüder, Thomas, Eitorfer Bogenschützen e.V.
2. Bergs, Hans-Dieter, SV Schwafheim
3. Radtke, Günther, Idstedter Bogensportler
Stil Jagdbogen:
Klasse U14 m+w:
1. Ernst, Tobias, Dresdner BV, (ebenfalls Vorjahres-1.)
2. Gutbrod, Daniela, PSV Reutlingen, (ebenfalls Vorjahres-2.)
3. Melichar, Maxi, SG Chemie Wolfen
Klasse Herren:
1. Mäder, Mike, Glauchau BSC, (Vorjahres-1.)
2. Lang, Oliver, Erfurt-West 90, SV, (Vorjahres-3.)
3. Kiele, Enrico, Erfurt-West 90, SV,
Klasse Herren Ü45:
1. Schulte, Günter, BSC Essen, (Vorjahres-3.)
2. Schultze, Klaus, KSC Strausberg, , (Vorjahres-1.)
3. Schneider, Uwe, BSC Sprockhövel
In der Mannschaftswertung haben die drei Teilnehmer des Freizeitclub Miltenberg die Goldmedaille errungen, während die Mannschaften des BSC Niedernberg und ETV Hamburg den 2. Und 3. Platz belegten.
Die komplette Ergebnisliste ist unter
www.dbsv1959.de/...
einzusehen.
Bis kurz vor Ende der Siegerehrung hatte sich Petrus mit seinem feuchten Segen zurückgehalten. Der wieder einsetzende Regen hat die Teilnehmer dieser Veranstaltung aber nicht zurückhalten können, sich bei dem Ausrichter mit allen seinen Helfern für diese zwei schönen Tage recht herzlich zu bedanken. Sie alle waren sich einig: Die Blau-Weißen haben (wieder einmal) ihren Ruf als Spitzenverein des Bogensports in Ostwestfalen unterstrichen.
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Abstract
DM BoV 2010
Bericht über die am 28. und 29. Aug. d.J. in Oberbauerschaft ausgetragene DM für Bögen ohne Visier.

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